Kündigung erhalten: Wann muss man sich beim Arbeitsamt melden?

Nachdem der Arbeitnehmer eine Kündigung erhalten hat, muss auch stets an die Meldung als arbeitssuchend beim Arbeitsamt gedacht werden. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, sich spätestens 3 Monate vor dem Wirksamwerden der Kündigung beim Arbeitsamt zu melden. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass der Arbeitnehmer ohne Beschäftigung ist, denn diese 3 Monate können dann durch das Arbeitsamt genutzt werden, um eine neue Beschäftigung zu vermitteln. Dadurch bleibt der Arbeitnehmer nicht nur in Arbeit und hat keine Lücken im Lebenslauf, sondern ist dazu auch nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Arbeitssuchend melden

Nicht immer können diese 3 Monate durch den Arbeitnehmer eingehalten werden. Das kann entweder daran liegen, dass ein unverschuldetes Hindernis besteht oder dass die Kündigungsfrist geringer als 3 Monate sind und somit die Kündigung in weniger als 3 Monaten wirksam wird. In solchen Fällen muss sich der Arbeitnehmer binnen 3 Tagen nach Erhalt der Kündigung oder nachdem der Hinderungsgrund wegfällt beim Arbeitsamt melden.

arbeitssuchend melden

Sperrung des Arbeitslosengeldes bei verpasster Frist

Sollte sich der Arbeitnehmer nicht innerhalb dieser Frist melden, kann die Arbeitsagentur eine Sperrfrist für das Arbeitslosengeld verhängen, sodass trotz Arbeitslosigkeit keine staatlichen Leistungen gewährt werden. Um dieses unangenehme Ergebnis zu vermeiden, sollte sich der Arbeitnehmer unbedingt schnellstmöglich bei der Arbeitsagentur melden. Dies geht entweder persönlich im für Sie zuständigen Arbeitsamt, online ( https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/erste-schritte-arbeitslosigkeit) oder telefonisch unter 0800 4 5555 00.

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Freistellung zum Vorstellungsgespräch

Der Gesetzgeber hat aber sowohl den Gang zum Arbeitsamt als auch die Suche eines neuen Jobs und damit die Teilnahme an weiteren Bewerbungsverfahren dadurch unterstützt, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer hierfür frei geben muss. Dies soll verhindern, dass der Arbeitnehmer, obwohl er im Betrieb nicht mehr lang arbeiten wird, dennoch jene regelmäßigen Geschäftszeiten, zu denen regelmäßig Bewerbungsgespräche durchgeführt werden oder aber die Arbeitsagentur geöffnet ist, für den alten Arbeitgeber tätig sein muss. Indem der alte Arbeitgeber den Arbeitnehmer durch die Kündigung in diese schwierige Situation gebracht hat, muss er dem Arbeitnehmer aus sozialen Gründen unterstützend Freizeit einräumen, um gerade den Gang zum Arbeitsamt oder zu anderen Bewerbungsgesprächen zu ermöglichen.

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