Kündigung erhalten: Wann muss man sich beim Arbeitsamt melden?

Plötzlich arbeitslos – das kann jedem Arbeitnehmer passieren. Nachdem der erste Schock verdaut ist, gilt es nun Einiges zu organisieren: zum Beispiel die Arbeitslos- bzw. Arbeitsuchendmeldung. Lesen Sie hier, welche Fristen gelten und wie Sie möglicherweise eine Abfindung von Ihrem Ex-Arbeitgeber erhalten können.

Kaum ein Arbeitsverhältnis währt heute noch bis zur Rente. Im Gegenteil empfehlen Experten sogar, alle sieben Jahre den Job zu wechseln. Doch das geschieht leider teilweise auch aus vielfältigen unfreiwilligen Gründen. Was Sie tun müssen, wenn Sie überraschend gekündigt wurden.

Arbeitssuchend melden

Nachdem Sie die Kündigung erhalten haben, müssen Sie sich zeitnah bei der Agentur für Arbeit melden, um Arbeitslosengeld zu erhalten. Melden Sie sich am besten frühzeitig bzw. spätestens innerhalb von drei Tagen. Das geht entweder persönlich online https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/erste-schritte-arbeitslosigkeit) oder telefonisch unter 0800 4 5555 00. Wenn Sie die Kündigung mit einer längeren Frist von über drei Monaten erhalten haben, wenden Sie sich bitte vor Ablauf dieser drei Monate an Ihre für Sie zuständige Agentur für Arbeit.

Übrigens: Eine telefonische oder elektronisch übermittelte Arbeitsuchendmeldung ersetzt nicht die persönliche Arbeitslosmeldung! Diese muss spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit vor Ort persönlich erfolgen.


Falls Sie Ihre Arbeitslosigkeit nach der jeweils für Sie geltenden Frist anzeigen, drohen Ihnen möglicherweise finanzielle Nachteile.

Sperrung des Arbeitslosengeldes bei verpasster Frist

Sollten Sie sich nicht innerhalb der jeweils für sie geltenden Frist melden, kann die Agentur für Arbeit eine Sperrfrist für das Arbeitslosengeld verhängen , sodass Ihnen trotz Arbeitslosigkeit keine staatlichen Leistungen gewährt werden. Um das zu vermeiden, sollten Sie sich unbedingt frühzeitig bei der Agentur für Arbeit melden!

Freistellung zum Vorstellungsgespräch

Für den Gang zum Arbeitsamt sowie für Vorstellungsgespräche muss Ihnen der zukünftige Ex-Arbeitgeber freigeben – so der Gesetzgeber. Denn da Ihr aktueller Arbeitgeber Sie schließlich erst durch die Kündigung in diese schwierige Situation gebracht hat, muss er Sie auch bei de r Suche nach einer neuen Arbeit in dieser Weise unterstützen.

Schon über eine Abfindung bei Kündigung nachgedacht?

Wenn Sie nicht wissen, ob Ihre Kündigung rechtmäßig war, sollten Sie diese unbedingt prüfen lassen. Denn viele Arbeitgeber nutzen Ihren Macht- und Informationsvorteil aus und stellen Kündigungen aus, die vor Gericht keinen Bestand hätten. Möglicherweise steht Ihnen in diesem Fall eine Abfindung zu.

Doch um diese Abfindung durchzusetzen, müssen Sie sich als Arbeitnehmer normalerweise an einen Anwalt wenden. Und der ist meistens teuer: Schon für die Erstberatung wird ein Honorar fällig. Außerdem müssen Sie den Rechtsanwalt auch dann bezahlen, wenn Sie vor Gericht gewinnen. Damit Ihnen dieses unkalkulierbare Kostenrisiko erspart bleibt, wenden Sie sich am besten an mehrabfindung.de: Wir möchten Ihnen zu Ihrem Recht verhelfen und das Kostenrisiko für Sie tragen. Das heißt: Sie zahlen nur, wenn wir für Sie erfolgreich waren (28 % der erzielten brutto Abfindung). Übrigens: Die potentielle Höhe Ihrer Abfindung können Sie in unserem Abfindungsrechner kalkulieren lassen.


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