Erst die Krankheit, dann die Kündigung

Daniel ist mit Herz und Seele LKW-Fahrer. Mit einem doppelten Bandscheibenvorfall musste der 35-Jährige monatelang pausieren. Er setzte alles daran, zurückzukommen in seinen LKW. Doch kurz nachdem er wieder da war aus der Reha, kündigte ihm sein Chef. Dank mehrabfindung.de konnte er am Ende noch eine Abfindung von 3.000€ erwirken.



Wie ist Dein beruflicher Hintergrund?

Ich habe immer viel zu tun gehabt mit Leuten, die mit großen Maschinen arbeiten, und in meiner Familie gibt es auch einige LKW-Fahrer. Das war eigentlich von Kindesbeinen an mein Ding. Mit 28 habe ich meinen LKW-Führerschein gemacht, um meinen Traum zu verwirklichen und LKW-Fahrer zu werden. Es gibt für mich nichts Besseres.

Wie bist Du an den letzten Job gekommen?

Der Chef meines Onkels suchte einen Kipper-Fahrer. Da bin ich hin und habe mich vorgestellt. Ich konnte dann gleich am nächsten Tag anfangen, das war im März 2017.

Was hast Du genau gemacht?

Ich bin einen großen Vierachser gefahren. Das ist ein Kipper-Fahrzeug. Das heißt, ich habe hinten eine Mulde drauf. Die wird zum Beispiel mit Bauschutt beladen, wenn wir Häuser abgerissen haben oder mit Split, wenn wir Wege für Gartenanlagen gemacht haben. Das musste ich dann zu den Baustellen bringen.

Wie hat Dir der Job gefallen?

Das war genau mein Ding. Ich habe mich gut verstanden mit den Kollegen, und die wussten, dass sie sich einhundertprozentig auf mich verlassen können. Ich habe den Kipper auf wenige Zentimeter genau überall hinmanövriert. Ich habe mich von allen geschätzt gefühlt, auch von meinem Chef.

Wie kam es zu Deiner Krankheit?

Man sitzt ja logischerweise die ganze Zeit, und bekommt beim Baustellenbetrieb auch immer so Schläge auf den Rücken, das lässt sich schlecht vermeiden. Ich bekam Rückenschmerzen, die ich erst immer weggeschoben habe, die aber dann immer schlimmer wurden. Im August 2018 ging es schließlich nicht mehr und es wurde ein doppelter Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Und ich musste operiert werden.

Wie lange warst Du außer Gefecht gesetzt?

Gute acht Monate. Erst haben die Ärzte es ohne Operation versucht, aber schließlich kam ich im Januar doch unters Messer. Nach der Operation kam ich schließlich zur Reha, die ich kaum noch abwarten konnte, um endlich wieder zurück in meinen Job zu kommen. Der hat mir ja großen Spaß gemacht, ich wollte endlich wieder meinen Wagen fahren.

Wie bist Du bei deiner Rückkehr empfangen worden?

Meine Kollegen haben sich gefreut, aber mein Chef hatte jemand anders auf meinen LKW gesetzt. Er hat mich mit einem Muldenabsetzkipper losgeschickt, um z.B. Mini-Bagger zu Baustellen zu bringen und abzuholen. Das war sehr unerwartet für mich, weil ich mit meinem Chef sogar darüber gesprochen hatte, dass er einen rückenfreundlicheren Sitz in den LKW einbauen lässen. Ich habe das dann ein paar Mal gemacht, aber das war sehr schlecht für meinen Rücken, weil ich körperlich schwer wuchten musste und bei meiner Größe schon mit gesundem Rücken Probleme hatte, mich in den Mini-Bagger zu quetschen. Als ich meinte, dass ich das gerade nicht machen kann, hat er schon angedeutet, dass ich mir dann einen anderen Job suchen kann.


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Glaubst Du, dein Chef wollte dich einfach loswerden?

Ja, das glaube ich schon. Er hätte auch mich wieder den Vierachser fahren lassen und jemand anderen losschicken können zu den Mini-Baggern. Ich glaube, er hatte Angst, dass ich wegen des Bandscheibenvorfalls und der Operation jetzt einfach immer ausfallen werde. Ich hatte dann Pech und habe mir zwei Wochen nach meiner Rückkehr eine Rippe gebrochen durch eine aufschlagende Tür. Als ich mich zurückmelden wollte im Büro, hat die Sekretärin mir gesagt, dass ich nicht kommen soll und freigestellt bin.

Was hast Du gedacht und empfunden, als die Kündigung kam?

Ich saß am Samstag gemütlich zu Hause, habe die Post aus dem Briefkasten gefischt und den Brief aufgemacht. Trotz der schlechten Vorzeichen war es ein Schock. Für mich ist schon eine Welt zusammengebrochen zusammen mit dem Gefühl, dass mir die Grundlage des Lebens entgleitet.

Wie bist Du damit umgegangen?

HIm ersten Augenblick habe ich mich damit abgefunden. Dann dachte ich wieder, dass ich vielleicht nochmal mit meinem Chef reden kann und den Job zurückbekomme. Er wollte aber nicht mit mir reden.

Wie kamst Du darauf, dass du eine Abfindung bekommen könntest?

Als ich meine Arbeitssachen abgegeben habe, haben mich Kollegen gefragt, ob ich denn nicht, eine ordentliche Abfindung bekäme, weil ich doch schon ein paar Jahre da bin. Dann dachte ich, dass mein Chef, wenn er mir meinen Traumjob einfach wegnimmt, ruhig auch dafür etwas bezahlen soll. Da habe ich abends dann mal nach Abfindung gegoogelt und kam auf die Seite von mehrabfindung.de.

Was hatten Du für einen Eindruck von der Seite?

Die Seite kam mir seriös vor. Ich habe dann am nächsten Tag dort angerufen und bin sehr gut beraten worden. Mein Ansprechpartner hat mir gesagt, dass die Zeit, um einen Anspruch geltend zu machen, sehr knapp ist, weil das ja nur 21 Tage nach der Kündigung möglich ist.

Was hat Sie dazu bewogen, mehrabfindung.de zu beauftragen?

Abgesehen davon, dass mir die Beratung kompetent vorkam, war es für mich sehr wichtig, dass vorab keine Kosten entstehen, gerade auch weil ich ja gerade meinen Job verloren hatte. Und Rechtsschutz versichert waren meine Frau und ich da auch nicht. Daher kam ein Anwalt auch nicht in Frage.

Wie lief es dann ab?

Im ersten Augenblick habe ich mich damit abgefunden. Dann dachte ich wieder, dass ich vielleicht nochmal mit meinem Chef reden kann und den Job zurückbekomme. Er wollte aber nicht mit mir reden.

Hattest Du eine gewisse Erwartung an die Höhe deiner Abfindung?

Nein, da ich mich überhaupt nicht mit der Materie auskannte, wusste ich ja nicht mal, ob ich überhaupt irgendetwas bekomme. Ich habe einfach die Arbeit von mehrabfindung.de abgewartet.

28% der erstrittenen Abfindung geht an mehrabfindung.de – findest Du das fair?

Auf der einen Seite ist es schon ganz schön viel, auf der anderen Seite, müssen ja auch die Leute bezahlt werden. Ich hätte ohne mehrabfindung.de gar nichts bekommen, so habe ich von 3.000 Euro 2.000 behalten, und das war super.

Was würdest Du anderen Gekündigten raten?

Egal, welches Problem Ihr mit der Kündigung habt, lasst sie prüfen. Denn wenn Ihr aus der Probezeit raus seid, dann bekommt Ihr garantiert irgendeine Abfindung.


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