Was bewirkt eine Kündigungsschutzklage?

Die Kündigungsschutzklage ist eine spezielle Klageform vor besonderen Gerichten. Wird der Arbeitnehmer gekündigt, kann er gegen die Kündigung mit gerichtlich mit der Kündigungsschutzklage vorgehen. Dabei wird vor den Arbeitsgerichten eine einzelne Kündigung angegriffen und im Erfolgsfall beseitigt. Ist keine Kündigung mehr in der Welt, läuft das Arbeitsverhältnis so weiter, als wäre niemals eine Kündigung erklärt worden.

  1. Was ist eine Kündigungsschutzklage?
  2. Kündigung anfechten: Keine Zeit verlieren!
  3. Kündigungsschutzklage & Abfindungsverhandlung
  4. Höhe der Abfindung

Was ist eine Kündigungsschutzklage?

Die Kündigungsschutzklage ist seitens des Gesetzgebers als spezielle Klageart zur Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Arbeitsverhältnisses ausgelegt. Durch das Gericht wird demnach im Anschluss an die Prüfung der Kündigung schlicht festgestellt, ob die Kündigung wirksam oder unwirksam ist und damit das Arbeitsverhältnis noch besteht oder nicht besteht. Das Gericht spricht also lediglich noch aus, was ohnehin schon Rechtslage ist und gilt. Es setzt die streitenden Parteien also nur darüber in Kenntnis.

Kündigungsschutz

Kündigung anfechten: Keine Zeit verlieren!

Um schnellstmöglich Rechtssicherheit zu gewährleisten und sicherzustellen, dass der Arbeitnehmer schnellstmöglich wieder einer geregelten Arbeit bei diesem oder einem anderen Arbeitgeber nachgehen kann, soll das Verfahren bald nach der Kündigung eingeleitet werden. Der Gesetzgeber gibt dem Arbeitnehmer nur 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung, um die Kündigungsschutzklage einzureichen und damit das Gerichtsverfahren einzuleiten. Binnen dieser engen Frist von 3 Wochen muss die gesamte Klage begründet, geschrieben und beim Gericht eingegangen sein.

Regelmäßig hat der Arbeitnehmer nach dem Ablauf der 3-Wochen-Frist keine Chance mehr, die Kündigung gerichtlich überprüfen und so seine Sicht der Dinge rechtsverbindlich bestätigen zu lassen. Lediglich dann, wenn eine Verspätung bei der Einreichung unverschuldet war, gilt eine längere Frist. In diesem Fall kann die Klage auch bis 2 Wochen nach Wegfall des unverschuldet bestehenden Hindernisses bei Gericht eingelegt werden. Dies ist aber nur in Sonderfällen gegeben.

Wenn binnen 3 Wochen keine Kündigungsschutzklage eingelegt wird, ist die Kündigung nicht mehr gerichtlich überprüfbar und gilt damit als wirksam, unabhängig davon, ob sie eigentlich unwirksam wäre und der Arbeitnehmer vor dem Gericht Recht bekommen hätte. Daher ist es zwingend, dass binnen der 3-Wochen-Frist Klage eingereicht wird und zuvor alle außergerichtlichen Verhandlungen für Abfindungen abgeschlossen sind.

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Kündigungsschutzklage & Abfindungsverhandlung

Denn weil es keinen gesetzlichen Anspruch auf Abfindungen gibt und nur auf einer Vereinbarung zwischen den Parteien beruht, stellt die Kündigungsschutzklage ein Druckmittel gegen den Arbeitgeber dar, um eine Abfindung zu verhandeln . Der Arbeitgeber will bei einer durch ihn ausgesprochenen unwirksamen Kündigung die Klage vermeiden, weil er dann den Arbeitnehmer rechtlich weiter beschäftigt, als ob es die Kündigung nie gegeben hätte. Der Arbeitgeber hat aber kein Interesse, den Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen, sodass er sich meist auf die Zahlung einer Abfindung einlässt.

Höhe der Abfindung

Wie hoch die Abfindung ist und ob die bestehende Überstundenvergütung noch darüber hinaus eingefordert werden kann, hängt maßgeblich vom Verhandlungsgeschick der Parteien ab. Es ist daher wichtig, professionelle Hilfe beim Vorgehen gegen den Arbeitgeber einzuschalten.

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